Montessorischüler gehen ihren Weg
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Dok. / 2007 / 30 Minuten
Regie: Jean Christopher Burger
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Immer wieder wird darüber nachgedacht und diskutiert, was sich im deutschen Schulwesen ändern muss. Auf der Suche nach Antworten geht der Blick oft weit ins Ausland, dabei ist das Wissen um pädagogische Alternativen seit vielen Jahrzehnten auch in unserem Land vorhanden und praktiziert. Zahlreiche Schulprojekte, die andere pädagogische Wege gehen, existieren überall in Deutschland. Selbst in kleinen und eher abgelegenen Ortschaften gibt es solche Initiativen.
In dem brandenburgischen Dorf Großthiemig entdeckten Eltern vor einigen Jahren die Ideen Maria Montessoris für sich und ihre Kinder und gründeten mit viel Engagement und großen Hoffnungen eine eigene reformpädagogische Schule.
Nachdem die „Evangelische Schraden Grundschule“ nun schon sechs Jahre existiert, wechselten im Schuljahr 2006/2007 zum ersten Mal Kinder an weiterführende Schulen, die von der 1. bis zur 6. Klasse hier gelernt hatten. Der Film dokumentiert den reformpädagogischen Schulalltag in Großthiemig, begleitet die drei Schüler Alexander, Laura und Lysann bei ihrem Wechsel an die weiterführenden Schulen und befragt ihre Eltern. Sind die drei gut vorbereitet auf Realschule und Gymnasium? Werden sie in ihrer neuen Umgebung im klassischen Schulsystem bestehen können und gibt es einen Unterschied zu ihren neuen Mitschülern?
Der Film spürt diesen Fragen mit Aufnahmen aus der Gründungsphase und mit aktuellen Bildern nach und zeigt, dass das von Nachbarschulen und Dorfgemeinschaft immer noch skeptisch betrachtete Schulprojekt aus Großthiemig ein Erfolg ist.


Dieser Film ist eine Fortsetzung des Filmes
"Für mein Kind - Eine Schule wird gegründet"


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Der Film wird mit V+Ö Rechten (Preis: 100€) und mit Ö Rechten (Preis:32 €) angeboten.

V+Ö Rechte = Filmkopie ist für nichtgewerbliche öffentliche Vorführungen und nichtgewerblichen Verleih freigegeben. V+Ö Rechte benötigen z.B. Schulen, Bibliotheken, Medienzentren oder Vereine die die
Filmkopie auch verleihen wollen. Der Verkaufspreis erhöht sich bei V+Ö Rechten um 68€.
DVD mit V+Ö Rechten für 100€ (inkl. 19% MWSt)
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Ö Rechte
= Filmkopie ist für nichtgewerbliche öffentliche Vorführung freigegeben. Ö Rechte
sind für Privatpersonen oder auch für Vereine ausreichend, wenn sie die Filmkopie nicht verleihen wollen.
DVD mit Ö Rechten für 32€ (inkl. 19% MWSt)
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Sie haben auch die Möglichkeit unsere Filme mit einem Brief-/Faxformular zu bestellen. Das Bestellformular finden Sie hier.

Neben der DVD gibt es den Film auch noch auf VHS.
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  Kommentare (1)
 1 Filmkritik
Geschrieben von: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , am 22-05-2008 13:56
Dieser Beitrag ist als Fortsetzung des Schulgründungsfilms "Für mein Kind. Eine Schule wird gegründet" konzipiert (vgl. Filmregister in: MONTESSORI H.3/4, 2004, S. 147f), der unter der Regie von J.C. Burger im Jahre 2000 entstand. Hier konnte man den Prozess einer Schulgründung in Großthiemig, einem Dorf im Süden Brandenburgs, von den Anfängen bis zum ersten Schultag verfolgen und sowohl die Visionen, Hoffnungen und Wünsche aller Beteiligten im Hinblick auf die Gestaltung einer kindgerechten Schule, als auch Enttäuschungen und Rückschläge auf dem Weg dorthin, nacherleben. Großes Engagement, ehrenamtliche Arbeit und vor allem viel Durchhaltevermögen führten damals schließlich zum Erfolg: Nach dreijährigem Kampf konnte die Eröffnung einer Montessori-Schule in Großthiemig gefeiert werden. 
Mit dem im Auftrag des RBB entstandenen Film "Montessorischüler gehen ihren Weg" portraitiert J.C. Burger nun verschiedene Stationen im Leben einiger Großthiemiger Schülerinnen und Schüler. Im kurzen Rückblick auf die Gründungsphase und die Eröffnung der Montessorischule im Jahre 2000 werden zunächst einige Kinder und ihre vielfältigen Erwartungen an die neue Schule vorgestellt. Ein großer Zeitsprung führt dann in das Jahr 2006. Die Montessorischüler besuchen jetzt die Abschlussklasse der 6 jährigen Grundschule und reflektieren Vorzüge und Chancen der altersgemischten Freiarbeit. Sie erläutern die Funktionsweise von Lernmaterialien und erklären, wie die Arbeit nach Wochen plan verläuft. Aus Lehrersicht erfährt der Zuschauer einiges über das Phänomen der gegenseitigen Hilfe 
unter verschiedenaltrigen Kindern. Abschlussfeier - die Schülerinnen und Schüler werden nach der gemeinsamen Grundschulzeit verschiedene weiterführende Schulen besuchen. Sie 
schildern ihre Gedanken und Sorgen in Bezug auf den Schulwechsel, zeigen sich aber schon bald als der neuen Situation durchaus gewachsen. Die im Film sichtbaren Unterschiede zwischen Montessori-Grundschule und eher traditionell ausgerichteten Sekundarschulen etwa hinsichtlich Unterrichtsmethodik, Lehrerverhalten und sozialem Miteinander sind frappierend! Um so interessanter ist es, wie die Kinder diese Gegensätze verarbeiten und lernen, sich - auf ganz individuelle Weise - zu bewähren. Dabei erhält der Zuschauer sehr unterschiedliche Antworten auf die häufig gehörte Frage danach, wie Montessorischüler eigentlich später an "normalen" Schulen zurechtkommen. Es wird deutlich, dass sie etwa übertriebenes Strebertum und Konkurrenzdenken, gegenseitiges Hänseln oder ein Übermaß an traditionellen Unterrichtsformen kritisch beurteilen bzw. ablehnen. Letztlich aber "gehen alle ihren Weg" und meistern die ihnen gestellten Entwicklungsaufgaben. 
 
Dazu trägt entscheidend bei, so das Fazit vieler Eltern, dass die Montessori-Grundschule das Verantwortungsbewusstsein, die Sozialkompetenz, das Selbstbewusstsein sowie die Neugier und den Spaß am Lernen in besonderem Maße gefördert hat. Zwar ist man sich völlig der Tatsache bewusst, dass aus Montessorischulen nicht nur "Wunderkinder" hervorgehen. Aber 
alle spüren, dass hier eine gute Basis für die Entwicklung von Kindern gelegt wird, die dann letztlich selber ihren Weg zu gehen haben. Ein wunderschönes, ehrliches Resümee zieht eine Mutter, wenn sie sinngemäß feststellt: "Wenn ich noch mal kleine Kinder hätte, würden sie wieder zu den Montessoris gehen dürfen". 
Es ist ein Verdienst J.C. Burgers, erstmals den Weg von Montessorischülern über einen längeren Zeitraum hinweg beleuchtet und dokumentiert zu haben. Eindrucksvolle Momentaufnahmen aus der Montessori-Praxis sind wichtig und notwendig. Aber es fehlt nach wie vor an aufschlussreichen Studien zur Entwicklung von "Montessorikindern", so dass wir mehr und nähere Hinweise auf den Einfluss und die Wirkung der Montessori-Pädagogik 
erhalten. Es wäre zu hoffen, dass der Film "Montessorischüler gehen ihren Weg" das Interesse an einer intensiveren Erforschung dieser Thematik anregt. 
 
Herr Klein-Landeck – 1. Vorsitzender der Montessori-Vereinigung e.V. in der Zeitschrift „Zeitschrift für Montessori- Pädagogik“ (45 – 2007 – Heft 4 S. 204f)

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